Ihr Steuerberater

4.0

News

 



OneClick Vers. 3.0 roll-out


Die Pilotphase für das roll-out der OneClick Version 3.0 endet zum 31.12.2018. Im Ersten Quartal 2019 werden dann alle weiteren Kunden, Mandanten und deren Mitarbeiter auf die neue Version umgestellt.

Trotzdem werden auch noch in diesem Jahr zwei Neuerungen umgesetzt.

Mandanten, die im Portal die Banking App benutzen, werden voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember von uns angeschrieben. Im Zuge der neuen EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD II wird Figo durch FinApi zum 31.12.2018 abgelöst. Für die Umstellung in One Click ist eine erneute Registrierung erforderlich.

Mandanten, die im Portal die App Angebot und Rechnung benutzen, werden von uns angeschrieben. Diese App wird durch die Online Buchhaltungsapp „Sev Desk“ ersetzt. Alle Ihre Daten werden in die neue App automatisch übertragen. Sie werden von uns vor dem Umstellungstermin benachrichtigt.


 

Bonuszahlungen einer gesetzlichen Krankenkasse als Beitragsrückerstattung


Nach der aktuellen Verwaltungsauffassung liegt bei einer Bonuszahlung durch die gesetzliche Krankenkasse nur dann keine Beitragsrückerstattung nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 Buchst. a EStG vor, wenn nach den konkreten Bonusmodellbestimmungen durch den Versicherten vorab Kosten für zusätzliche Gesundheitsmaßnahmen aufgewendet werden müssen, die anschließend aufgrund eines Kostennachweises erstattet werden.
Weiterhin offen ist jedoch die steuerliche Behandlung von Leistungen aus Bonusprogrammen, die in Form von pauschalen Zahlungen bzw. Sachprämien von der Krankenkasse dem Versicherten zufließen wie Bonusprogramme für gesundheitsbewusstes Verhalten.
Krankenkassen bieten ihren Kunden oftmals Bonusprogramme für gesundheitsbewusstes Verhalten nach § 65a SGB V an. Die Krankenkassen können dabei selbst bestimmen, welche Leistungen prämiert werden. In der Regel sind dies Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, gesunde Ernährung, sportliche Aktivitäten und weitere Maßnahmen die das gesundheitsbewusste Verhalten von Versicherten unterstützen.


Einheitliche EU-Regelung für Gutscheine ab 2019

 

Die umsatzsteuerliche Behandlung von Gutscheinen wird ab 2019 durch die Richtlinie (EU) 2016/1065 vom 27.6.2016 EU-einheitlich geregelt.

Die betreffenden Regelungen gelten für nach dem 31.12.2018 ausgestellte Gutscheine. Nach derzeitiger Rechtslage (bis zum 31.12.2018) entsteht die Umsatzsteuer bei sog. Einzweck-Gutscheinen erst in dem Monat, in dem die steuerpflichtige Leistung ausgeführt wird.

Rechtslage ab 2019: Definition der Begriffe "Einzweck- und Mehrzweck-Gutschein"

Danach ist ein Einzweck-Gutschein ein Gutschein, bei dem der Ort der Lieferung der Gegenstände und die für diese Gegenstände geschuldete Umsatzsteuer zum Zeitpunkt der Gutscheinausstellung feststehen. Daher wird zu diesem Zeitpunkt bereits die eigentliche Leistung ausgeführt. Daher lösen die spätere Einlösung und die Übergabe der Gegenstände keine umsatzsteuerlichen Folgen aus.

Nach der Richtlinie liegt ein Mehrzweck-Gutschein vor, wenn er nicht als Einzweck-Gutschein zu qualifizieren ist.

Beispiel Einzweck-Gutschein

Bäcker Klaus Klein stellt einen Gutschein über 10 belegte Brötchen aus. Bei Ausgabe des Gutscheins an den Kunden vereinnahmt er das Entgelt.

Folge: Da sowohl Leistung als auch der leistende Unternehmer hinreichend konkretisiert sind, ist die Umsatzsteuer in dem Monat fällig, in dem der Gutschein ausgestellt wurde. Nach Auffassung der Finanzverwaltung liegt insoweit eine Anzahlung vor.

Demgegenüber entsteht die Umsatzsteuer bei sog. Mehrzweckgutscheinen erst bei Einlösung des Gutscheins.

Beispiel Mehrzweck-Gutschein

Die Bäckereikette X stellt einen Gutschein über Backwaren aus. Der Gutschein ist in allen Filialen der Bäckereikette einzulösen.

Folge: Der leistende Unternehmer ist nicht hinreichend bestimmt. Die Umsatzsteuer entsteht folglich erst bei Einlösung des Gutscheins.


 

BMF äußert sich zu EC-Karten-Umsätzen im Kassenbuch

Gegenüber dem Deutschen Steuerberaterverband e.V. (DStV) hat sich das BMF zur Buchung von EC-Karten-Umsätzen in der Kassenführung schriftlich geäußert.

Nach Abstimmung mit den Finanzministerien der Länder gilt nunmehr Folgendes:

"…Die Erfassung von EC-Karten-Umsätzen im Kassenbuch stellt, …, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft einen formellen Mangel dar, da im Kassenbuch lediglich Barbewegungen zu erfassen sind. Sinn und Zweck eines Kassenbuches ist die Dokumentation des jeweils aktuellen Barbestands der Kasse.

Das Kassenbuch soll einen Überblick über den Bargeldbestand des Steuerpflichtigen ermöglichen. Hierfür soll es so beschaffen sein, dass der Sollbestand jederzeit mit dem Istbestand verglichen werden kann, um so eine jederzeitige Kassensturzfähigkeit herzustellen. Wie bereits in dem Schreiben vom 16.8.2017 ausgeführt, ist die steuerrechtliche Würdigung des Sachverhaltes in der Folge vom Einzelfall abhängig. Werden die ursprünglich im Kassenbuch erfassten EC-Karten-Umsätze z. B. in einem weiteren Schritt gesondert kenntlich gemacht oder sogar wieder aus dem Kassenbuch auf ein gesondertes Konto aus- bzw. umgetragen, so ist - obwohl die zunächst fälschlich in das Kassenbuch aufgenommenen EC-Karten-Umsätze weiterhin einen formellen Mangel darstellen - weiterhin die Kassensturzfähigkeit der Kasse gegeben.

Die (zumindest zeitweise) Erfassung von EC-Karten-Umsätzen im Kassenbuch ist ein formeller Mangel, der bei der Gewichtung weiterer formeller Mängel im Hinblick auf eine eventuelle Verwerfung der Buchführung nach § 158 AO regelmäßig außer Betracht bleibt. Voraussetzung ist, dass der Zahlungsweg ausreichend dokumentiert wird und die Nachprüfbarkeit des tatsächlichen Kassenbestandes jederzeit besteht. …"


Gesetz zur Stärkung und steuerliche Entlastung der Familien

 

Das Bundeskabinett hat am 27.6.2018 den Regierungsentwurf eines "Gesetzes zur Stärkung und steuerlichen Entlastung der Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen" beschlossen.

 

Die Maßnahmen im Gesetzentwurf, die in 2 zeitlichen Stufen (2019 und 2020) entlastende Wirkung entfalten sollen, bestehen aus einer Kindergelderhöhung, höheren Grundfreibeträgen und höheren Kinderfreibeträgen. Hinzu kommt eine Entlastung mittlerer und unterer Einkommen bei der "kalten Progression".

 

Ab dem Monat Juli 2019 soll für jedes Kind 10 EUR mehr Kindergeld ausgezahlt werden.

-         Erstes Kind von 194 EUR auf 204 EUR

-         Zweites Kind von 194 EUR auf 204 EUR

-         Drittes Kind von 200 EUR auf 210 EUR

-         Jedes weiteres von Kind 225 EUR auf 235 EUR

 

Der Kinderfreibetrag wird für den VZ 2019 für jeden Elternteil auf 2.490 EUR (insgesamt 4.980 EUR, mit Betreuungsfreibetrag 7.620 EUR) erhöht. Die steuerliche Entlastungswirkung der Erhöhung des Kinderfreibetrags um jeweils 96 EUR (insgesamt 192 EUR) entspricht dem Jahresbetrag der Kindergelderhöhung (60 EUR).

 

Für den VZ 2020 wird der Kinderfreibetrag erneut erhöht, um der Kindergelderhöhung zu entsprechen, die sich im Jahr 2020 mit insgesamt 120 EUR pro Kind erstmals auf das gesamte Jahr auswirkt. Der Kinderfreibetrag wird dann für jeden Elternteil auf 2.586 EUR (insgesamt 5.172 EUR, mit Betreuungsfreibetrag 7.812 EUR) erhöht.

 

Der Grundfreibetrag soll von 9.000 auf 9.168 EUR (2019) und 9.408 EUR (2020) steigen, ebenso wie der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen. Um der "kalten Progression" zu begegnen, werden die Eckwerte des Einkommensteuertarifs für die VZ 2019 (1,84 %) und 2020 (1.95 %) nach rechts verschoben.


Der Steuerberater: Auftragsdatenverarbeitung oder Funktionsübertragung

Die Frage der Zuordnung von Auftragsverhältnissen in die Auftragsverarbeitung oder in die Funktionsübertragung, bei der Übermittlung von personenbezogenen Daten, stellt unseren Mandanten sehr oft vor Schwierigkeiten.

Steuerberater und ihre Gehilfen unterliegen eigenen bereichsspezifischen Berufsvorschriften nach dem Steuerberatungsgesetz bzw. ihrer Berufsordnung, die u.a. die besondere Vertrauensbeziehung zu ihren Mandanten absichern sollen. So legt § 57 Abs. 1 StBerG den Steuerberatern auf, ihre Tätigkeit im Rahmen ihres Auftrages unabhängig und eigenverantwortlich zu erbringen. Ihre Berufsordnung fordert, dass sie keine Bindungen eingehen dürfen, die ihre berufliche Entscheidungsfreiheit gefährden können.

Besteht der eigentliche Hauptzweck der Dienstleistungen in der Erfüllung einer über die Verarbeitung personenbezogener Daten hinausgehenden Gesamtaufgabe, unterliegt der „Auftragnehmer“ nicht dem Vierten, sondern dem dritten Abschnitt des Bundesdatenschutzgesetzes, weil er die durch den „Auftraggeber“ übermittelten Daten nur als Hilfsmittel für die Erfüllung eines weitergehenden Auftragszweckes verarbeitet.

Grundsätzliche Voraussetzungen dafür sind:

·        Entscheidungsbefugnis des Dienstleisters bei der Auswahl der Daten und wie er diese verwendet

·        Selbständige Erledigung der Aufgabe ohne weiteren Einfluss des Auftraggebers

·        Die Dienstleistung geht über eine weisungsabhängige (technische) Datenverarbeitung hinaus

·        Rechte zur Nutzung der Daten für eigene Zwecke bestehen und der Auftragnehmer ein Eigeninteresse an der Datenverarbeitung hat  

 

Sonderfall: Abrechnung von Lohn und Gehalt:

Es ist stets im Einzelfall zu prüfen, ob die ausgelagerte Tätigkeit eine weisungsabhängige Ausführung von Hilfstätigkeiten nach § 11 BDSG oder die Übernahme einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Aufgabe i.S.v. § 57 StBerG (sog. Funktionsübertragung) darstellt. In der Regel kann für den Bereich Lohn- und Gehaltsabrechnung von einer Funktionsübertragung ausgegangen werden.

Bayern möchte, dass sich das Kindergeld für im EU-Ausland lebende Kinder nach der Kaufkraft des jeweiligen Landes richtet. Dies sieht ein Gesetzesantrag vor, den das Land am 8.6.2018 im Bundesrat vorgestellt hat.

Die gegenwärtige Regelung, wonach das Kindergeld in gleicher Höhe auch an Kinder ausgezahlt wird, die in anderen europäischen Mitgliedstaaten leben, führt nach Ansicht Bayerns oftmals zu Missverhältnissen. Dies sei insbesondere dann der Fall, wenn die Kinder in Ländern mit deutlich geringeren Lebenshaltungskosten leben. Die Höhe des deutschen Kindergeldes sei dann unverhältnismäßig. Dies widerspreche einer gerechten Lastenverteilung zwischen den europäischen Mitgliedstaaten.

Bayern schlägt deshalb vor, die Kindergeldbeträge künftig nur noch in der Höhe zu zahlen, die nach den Verhältnissen des Wohnsitzstaates des Kindes notwendig und angemessen sind.

Die Diskussion um die Höhe des Kindergeldes im europäischen Ausland ist nicht neu. Bundesfinanzminister Schäuble hatte sich in der letzten Legislaturperiode für eine entsprechende Änderung auf EU-Ebene ausgesprochen. Die EU-Kommission lehnte den Vorstoß jedoch ab.

Nach der Vorstellung im Plenum wurde der Gesetzesantrag zur weiteren Beratung in die Fachausschüsse überwiesen. Sobald sie ihre Beratungen abgeschlossen haben, kommt er erneut auf die Plenartagesordnung. Der Bundesrat entscheidet dann über die Einbringung der Initiative beim Bundestag.

Änderung von Vorlagepflicht zu Vorhaltepflicht (Änderung der EStG & EStDV)

Mit der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2017 müssen für die Steuererklärung keine Belege und Aufstellungen mehr beigefügt werden. Das Finanzamt verzichtet zunächst auf die Vorlage Ihrer Belege. Es fordert diese nur im Bedarfsfall von Ihnen an. Damit vollführt die Finanzverwaltung einen weiteren Schritt in Richtung Entbürokratisierung und Automatisation. 

Neue Prüfungsmöglichkeiten für Finanzämter 

Das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen schafft neue Prüfungsmöglichkeitenfür die Finanzämter. Die Steuerkontrolle im Bereich der digitalen Grundaufzeichnungen wird verstärkt. Aufbauend auf den positiven Erfahrungen zur Umsatzsteuer bzw. zur Lohnsteuer wird es künftig auch eine sog. Kassen-Nachschau geben. Diese stellt ein eigenständiges Verfahren zur zeitnahen Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Kassenaufzeichnungen und der ordnungsgemäßen Übernahme der Kassenaufzeichnungen in die Buchführung dar.

Das ändert sich ab 1.1.2018 

Neben computergestützten Kassensystemen sollen auch Registrierkassen und offene Ladenkassen überprüft werden können. Die Kassen-Nachschau erfolgt unangekündigt. Werden dabei Mängel festgestellt, kann ohne vorherige Prüfungsanordnung zu einer Außenprüfung übergegangen werden. Nur wenn sich digitale Unterlagen des Steuerpflichtigen bei einem Dritten, z. B. dessen Steuerberater, befinden, wird eine Außenprüfung mit angemessener Frist angekündigt. Dem Kassenprüfer sind die Aufzeichnungen, Bücher und die für die Kassenführung relevanten sonstigen Organisationsunterlagen vorzulegen und zweckdienliche Auskünfte zu erteilen. Elektronische Daten sind über die digitale Schnittstelle zu übermitteln oder auf einem maschinell auswertbaren Datenträger zur Verfügung zu stellen.
Inkrafttreten
Eine Kassennachschau kann erstmals bereits ab dem Jahr 2018 vorgenommen werden.